29 Erste Male im Leben eines Mannes – 4

Das erste Auto, der erste Unfall

Das erste Mal, wenn du die Tür des uralten(Baujahr: vor der Sintflut) Golfs, fühlst du dich unglaublich, grenzenlos cool. Du setzt dich langsam hinein, so dass jeder es sehen kann. Bis jetzt konntest du dein Besitz in den Händen halten, oder zumindest ins andere Zimmer bewegen. Doch dieser Gegenstand passt in keine Tasche, nicht einmal in deine Wohnung, doch, nichtsdestotrotz gehört er dir. Die ersten 10 000 Kilometer fühlt sich dein Auto riesig an, du hast Angst an Häuser enlang der Strasse zu schrammen und das auf beiden Seiten. Danach fühst du dich selbst in den engsten Gassen wohl. Das Auto wird immer kleiner und irgendwann kommt die Zuversicht, dass es unmöglich ist, irgendwo gegenzufahren. Dann passiert es. Zwischen dem LKW und dem Bus war doch genug Platz! Zumindest sah es so aus. Wie uncool es doch sein kann, wenn man mitten auf der Straße neben dem verbeulten, unbeweglichen Stück Eisen steht.

Die erste Arbeit

Am Anfang scheint es ein Spiel zu sein und du findest es lustig, dass der Onkel im Anzug dir aufgetragen hat, die Mappe mit irgendwelchen Papieren zum anderen Ende der Stadt zu bringen. Doch der Onkel im Anzug am anderen Ende der Stadt behält ebenfalls einen ernsten Gesichtsausdruck. Die beiden müssen sich verschworen haben. Die ersten Tage ist die Arbeit ein Spiel, später wird sie zum Fluch. Es gibt nur zwei Auswege: Sich immer wieder daran erinnern, dass das Ganze nicht echt ist, oder eine Lieblingsbeschäftigung finden. Übrigens hat jeder eine Lieblingsbeschäftigung – der eine Handel an der Börse, der andere Bogenschießen. Die Ersteren haben heuzutage mehr Glück, als die Zweiteren. Vor 2000 Jahren wäre es umgekehrt.

Die erste Hochzeit

Ist das immer noch dasselbe Mädchen mit Zöpfen. Du willst nicht nur Sex mit ihr haben, du willst sie immer glücklich machen. Für einen erfahrenen Egoisten ist es eine neue, ganz angenehme Empfindung. Du hast ihr alles gegeben, was du hattest(na gut, wenn wir ehrlich sind, war es gar nicht so viel). Dir schien es, dass sie sich darüber freut und ihr heiratet. Bitte schön, es ist uns nicht zu schade. Nimm meine Freiheit, ich nutze sie eh nicht. Wenn du Glück hast, wirst du nie erfahren, dass man erst anfängt die Freiheit zu schätzen, wenn sie weg ist und wirst viele schöne Jahre in der Ehe verbringen, bis der Tod, oder die Frage nach dem, wem die Wohnung gehören soll, euch scheidet.

Weiterempfehlen:
  • Add to favorites
  • MySpace
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Live
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • Mixx
  • Technorati
  • Webnews.de
  • BlinkList
  • blogmarks
  • blogtercimlap
  • email
  • LinkArena
  • RSS
  • Suggest to Techmeme via Twitter
  • Tumblr
  • Yigg

Ähnliche Beiträge

Autor

Hallo! Mein Name ist Vadim Manakov. Ich bin der Inhaber, Administrator und Hauptredakteur dieser Seite.