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Groß leben oder klein sterben

Alex ging zügig das Schulgebäude entlang. Hinter seinem Rücken hörte er die Stimme der Lehrerin, die nach ihm gerufen hat “Alex, komm zurück. Der Unterricht ist für dich noch nicht aus! Ich sehe dich!” Er ist um die Ecke gebogen und tat so, als würde er sie nicht hören. Er war schließlich heute in jedem Unterricht, Mathe Schwänzen zählt nicht. In wenigen Minuten war er an seinem Haus und setzte sich auf eine Bank an seiner Veranda.

Wie aus dem nichts, tauchte ein Mann auf, der zum Verwechseln seinem Vater ähnlich sah und ging direkt auf ihn zu. Alex’ Magen zog sich zusammen. Könnte es der Vater von dem Jungen sein, mit dem er neulich eine Rauferei gehabt hat? Der Mann stellte sich direkt vor ihm hin und sprach ihn an. “Alex, hör mir bitte zu. Du kennst mich nicht, aber ich kenne dich. Frag mich nicht woher. Ich habe nicht soviel Zeit, doch ich möchte mit dir reden. Hör mir bitte nur eine einzige Minute zu”. Alex war erstaunt. Woher kannte er seinen Namen? Wer war dieser Mann? Doch er nickte einfach. Der Mann setzte sich neben ihm auf die Bank hin.

“Pass auf, Alex. In wenigen Monaten wirst du mit deiner Familie in die USA ziehen” sagte der mysteriöse Mann.

“Woher wollen sie das wissen?” fragte Alex.

“Stelle keine Fragen, hör einfach zu, ich habe nicht soviel Zeit ” anwortete dieser.

“In etwa einem Jahr wird sich ein gewisses Phänomen in der Welt ausbreiten. Es heißt Internet. Diejenigen, die sich von Anfang an damit beschäftigen und darin investieren, werden die reichsten Leute der Welt sein.”

Dann stand der Mann auf, gab Alex die Hand, wünschte ihm alles Gute und ging wieder.

Alex zuckte die Schultern und wenige Minuten später vergaß er schon wieder die seltsame Begegnung. Doch irgendwo, im Tiefen seines Unterbewusstseins, legte sich das Wort “Internet” fest ab.

Wenige Minuten später sah er seinen Freund Martin, mit einem breiten Grinsen auf sich zukommen. Martin hat seinem Vater wieder mal eine halbe Packung Zigaretten gestohlen, was er sofort Alex verkündete. Die beiden begaben sich in den Keller von Alex’ Haus um heimlich ein Paar zu qualmen…

3 Wochen später erfuhr Alex von dem langen Vorhaben seines Vater in die USA zu ziehen und, dass es in zweieinhalb Monaten, wenn Alex das Schuljahr abgeschlossen hat, soweit ist.

Sie zogen um, Alex schloss in den USA die Schule ab und hat sich eine Arbeit gefunden. Einige Jahre später las er in einer Zeitung von dem ersten Online-Unternehmen – INTERNET war am Aufkommen. Das Unterbewusstsein spuckte sofort, die, etliche Jahre zurückliegende Szene aus und Alex musste feststellen, dass der Mann tatsächlich Recht behalten hat. Zumindest mit dem ersten Teil seiner Prophezeihung.

Der zweite Teil ließ nicht lange auf sich warten. Alex investierte das ersparte Geld in das Unternehmen, von dem er gelesen hat. Später investierte er in ein anderes, dann in ein drittes und so ging es einige Jahre weiter. Alex gründete sein eigenes Online-Shop, der schneller wuchs, als er es erwartet hatte und mit 30 Jahren gab es keine Sache, die sich Alex nicht leisten konnte.

In der ganzen Zeit rauchte Alex noch mehr, als er gearbeitet hat und mit 34 Jahren stellten die Ärzte die Diagnose fest – kleinzelliger Lungenkrebs, unbehandelbar.

Alex lag im Krankenhausbett und starrte die Decke mit einem leeren Blick an. Die Sauerstoffmaske hielt ihn gerade noch am Leben. Keine Frau, keine Kinder, die Eltern sind tot. Ein Haufen Geld, Geld, das er keinem hinterlassen konnte. “Ach was würde ich dafür geben, wenn ich das Leben noch einmal leben könnte. Ich würde dann auf keinen Fall rau…kche..kche..”. Der Hustanfall wurde immer stärker, stärker und…plötzlich hörte er auf. Alex lehnte sich auf sein Kissen zurück und musste erstaunt beobachten, wie sich in der Luft ein kleiner Wirbel bildete.

Aus dem Wirbel erschien eine Fee und sprach zu Alex: “Na, Alex! Schön dich wieder zu sehen!”

Alex dachte sich schon, er wäre kurz vor dem Tod und hätte jetzt Halluzinationen.

Die Fee fuhr fort: “Willst du dir wieder helfen? Willst du wieder mit dem jungen Alex reden? Du hast dir doch schon einmal geholfen. Damals warst du einer der besten Pokerspieler, die die Welt gesehen hat. Doch dann hast du dich verzockt, hast dir Geld geliehen, viel Geld. Und als du es nicht zurückzahlen konntest, wurdest du umgebracht. Also, willst du zurück?”

“Bring mich zurück, ich will das!” röchelte Alex.

Alex ging zügig das Schulgebäude entlang. Hinter seinem Rücken hörte er die Stimme der Lehrerin, die nach ihm gerufen hat “Alex, komm zurück. Der Unterricht ist für dich noch nicht aus! Ich sehe dich!” Er ist um die Ecke gebogen und tat so, als würde er sie nicht hören. Er war schließlich heute in jedem Unterricht, Mathe Schwänzen zählt nicht. In wenigen Minuten war er an seinem Haus und setzte sich auf eine Bank an seiner Veranda.

Wie aus dem nichts, tauchte ein Mann auf, der zum Verwechseln seinem Vater ähnlich sah und ging direkt auf ihn zu. Alex’ Magen zog sich zusammen. Könnte es der Vater von dem Jungen sein, mit dem er neulich eine Rauferei gehabt hat? Der Mann stellte sich direkt vor ihm hin und sprach ihn an. “Alex, hör mir bitte zu. Du kennst mich nicht, aber ich kenne dich. Frag mich nicht woher. Ich habe nicht soviel Zeit, doch ich möchte mit dir reden. Hör mir bitte nur eine einzige Minute zu, Alex.” Der Mann bekam einem starken Hustanfall.

“Du musst mit dem Rauchen aufhören! Sofort! Noch bist du nicht süchtig, später wirst du aber nicht mehr aufhören können und wollen – du wirst sterben.” Der Mann stand auf und ging wieder. Sobald er weg war, sah Alex Martin, wie er auf ihn mit einem breiten Grinsen zukam.

“Wer war das gerade eben?” fragte Martin.

“Keine Anhnung, mein Freund”. Alex glaubte dem Mann nicht, doch etwas hat in seinem Kopf Klick gemacht und seit dem Tag an hat Alex keine einzige Zigarette geraucht.

Im Gegenteil, er begeisterte sich stark für für Leichtathletik und bereits mit 19 Jahren holte er seine erste Olympia-Medaille.

Im Weiteren hat Alex eine starke Sportkarriere gamacht und war ein Star in seinem Land. Sein einziges Hobby war das Fallschirmspringen. Er sprang gerne und oft. Doch eines Tages, während eines ganz normalen Sprunges verdrehte sich sein Fallschirm und der Ersatzfallschirm funktionierte auch nicht mehr.

Alex flog wie ein Stein zu Boden, als er seitlich von sich einen kleinen Luftwirbel sah. Aus dem Wirbel erschien eine Fee und sprach zu ihm. Auch wenn der Wind ohrenbetäbend war, hörte Alex die Fee klar und deutlich. “Na, Alex! Willst du dir wieder helfen? Willst du dein Leben noch einmal Leben?” Nur noch wenige hundert Meter trennten Alex vom Boden und er schrie “JA!”

Plötzlich fiel er nicht mehr. Er stand vor der Veranda, an der sein junges Ich da saß. Er ging zu Alex hin und erzählte ihm, er solle sich bloß keine Abenteuer suchen. Er soll nicht versuchen reich zu werden, oder berühmt, oder cool, oder sonst was. “Alex, glaub mir, ein ruhiges Leben, hier unten, auf dem Boden der Tatsachen ist das beste was dir passieren kann!” Dann musste er gehen.

20 Jahre später saß Alex zuhause, am Tisch und hat ruhige Musik gehört. Er kam gerade von seiner Arbeit zurück, Nichts Verrücktes – alles nullachtfünfzehn. Das Geld reichte ihm zum Leben aus, er hatte ein gute Wohnung, war gesund und nicht verschuldet. Dann stand Alex auf, ging zum Bad und ließ Wasser in die Badewanne laufen. Als die Wanne voll war, legte er sich hinein, ohne die Hose auszuziehen und fuhr mit einer Rasierklinge über seine Handgelenke. Nach einiger Zeit wurde ihm so, als hätte er gerade einen Joint geraucht, auch wenn er nicht wusste, wie es sich anfühlt einen zu rauchen.

Plötzlich bildete sich in der Luft ein kleiner Wirbel, aus dem ein Fee kam. “Na, Alex! Wie sieht’s aus? Willst du dein Leben noch einmal Leben?”

“Wofür?” dachte Alex. Er ist kein Star, kein Sportler, nicht reich und nicht einmal ein Zocker geworden. “Lass mich in Ruhe…” sagte Alex. Vor seinen Augen schwammen schon dunkle Flecken, die Gedanken erloschen… “Obwohl….” schoß Alex in der letzten Sekunde durch den Kopf.

Alex ging zügig das Schulgebäude entlang. Hinter seinem Rücken hörte er die Stimme der Lehrerin, die nach ihm gerufen hat….

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