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CAN-SPAM bringt Spam-Paten in den Knast

Ban für vier Jahre

In den USA wurde nun der selbsternannte Spam-Pate verurteilt.

Das amerikanische Kreisgericht von Michigan hat am 23. November den 64-jährigen Alan Ralsky zu 51 Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Die Anklage lautet, organisierter Betrug und Verletzung des CAN-SPAM-Gesetzes. Alan Ralsky ist einer der bekanntesten Spammer weltweit. Er selbst nennt sich der “Pate des modernen Spams”.

Der Fall, der Ralsky hinter Gittern gebracht hat, nimmt seinen Anfang im Jahre 2005. Damals ist es dem Spammer gelungen 2,7 Millionen Dollar durch Internet-Betrug zu erwirtschaften. Das Schema  war einfach – den Nutzern wurde über Junk-Mails angeboten, billige Aktien von chinesischen Unternehmen zu kaufen, um sie später zu verkaufen, nachdem ihr Wert gestiegen ist. Die hohe Nachfrage trieb die Aktienpreise hoch, was die Spammer veranlasst hat ihre eigenen Aktien abzustoßen und dabei Gewinn zu machen. Durch den Verkauf ist der Aktienkurs wieder gefallen und die Kunden verloren eine Menge Geld.

Das Gesetz verbietet solche Schemen. Außerdem versendeten die Spammer Mails mit täuschenden Themen an nicht existierende “Freunde”. Das wird wiederrum von dem Anti-Spam-Gesetz CAN-SPAM verboten.

Um die Mails zu verschicken nutzte Ralsky Botnetze auf chinesischen Servern, um amerikanische Gesetze zu umgehen.

Der Fall Ralsky wurde vom FBI, der Postaufsicht und der Kriminalabteilung der Steuerbehörde verfolgt. Doch selbst bei einem solchen Aufwand dauerte die Untersuchung über 3 Jahre.

Im Endeffekt muss aber nun nicht nur Ralsky einsitzen, sondern auch 3 seiner Komplizen – sie müssen zwischen 32 und 51 Monaten einsitzen.

Das Traurige für Ralsky ist, dass er zum Opfer seines eigenen Übermutes gefallen ist. Nach einer 12-jährigen erlolgreichen Spammer-Karriere, gab er 2002 der Detroit Free Press ein ausführliches Interview, in dem er sich selbst als der Spam-Pate preist und sagt, er würde nie mit Spam aufhören.

Seit diesem Interview wurde FBI zum ersten Mal auf ihn aufmerksam.

Die Folge – 51 Monate Knast und $250,000 Bußgeld.

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