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Moral & Ethik – Wie Mann’s sieht

Vor Kurzem schrieb ich den zweiten Teil der Arikelserie “Business Mindset”. Nach der Veröffentlichung ist zwischen stbn und mir eine kleine Diskussion über Moral und Ethik entstanden. Um das Kommentarfeld nicht zu sprengen, möchte ich in diesem kurzen Artikel meinen Standpunkt zu dem Thema niederlegen.

Die grundsätzliche Überlegung in dieser Sache ist die, dass man zwischen Moral und Ökologie unterscheiden sollte.

Die Moral hat für mich eine negative Bedeutung. Es ist im Grunde genommen eine Kraft die von Außen kommt und ein Individuum in seine Schranken weist. Wodurch wird man in seine Schranken gewiesen? Durch einen Haufen von Überzeugungen, die das Individuum nicht aus der Masse herausstechen lassen. Die Masse lässt sich weitaus einfacher steuern, als eine Gruppe selbstständig Denkender.

Mit selbstständig meine ich frei von Moral und hier schließt sich der Kreis. Die Gesellschaft hält sich selbst durch die Moral aufrecht, weist aber den Einzelnen in seine moralischen Schranken, die es ihm erschweren SEINE Ziele zu erreichen.

Abhängigkeit von der äußeren Meinung ist die Folge der oben aufgeführten Vorgänge. Wenn man sich Ziele setzt, dann ist das wohl die größte Bremse, wenn man ständig darüber nachdenkt, was die Anderen dazu meinen. Was hat der Großteil der “Anderen” erreicht? Einen Job, den sie meist hassen, einen VW Passat, Plasma-Fernseher, Übergewicht und einen Haufen unerfüllter Träume, die “schon irgendwann in Erfüllung gehen”.

Die Profitträger dieser Situation sind Staatsmänner, Krankenkassen und die Konsumindustrie – die Gesamtheit der “unmoralischen Penner” der “öffentlichen Meinung” nach.

Auf der anderen Seite haben wir das ökologische Handeln. Mit Ökologie meine ich nicht die Lehre von der Umwelt, sondern das menschliche Handeln, das den größten Nutzen für möglichst viele Menschen zum Ziel hat. Das ist die Kraft, die von INNEN wirkt, die von den eigenen positiven Absichten stammt und vom Gewissen aufrechtgehalten wird.

Ökologisches Handeln hat nichts mit anderen Menschen zu tun, sondern beruht auf der persönlichen Übernahme der Verantwortung für sein eigenes Handeln.

Als Beispiel können wir einen Betrüger und einen Energiekonzern, der seine Energie unter anderem aus der Kernkraft gewinnt. Beide Handeln unmoralisch, doch der Betrüger handelt auch unökologisch.

Der Betrüger zieht durch den Betrug nur Nutzen für sich – er bereichert nur sich selbst. Der Energielieferant verpestet in gewisser Weise die Umwelt – er produziert Atommüll und als Folge seines Handeln bereichert er sich auch. Doch er gibt Tausenden von Menschen Arbeit und Sicherheit, er liefert dem Staat Energie, womit er es dem Staat und Tausenden weiteren Unternehmen erlaubt den industriellen Fortschritt voranzutreiben.

Seinen Atommüll muss er irgendwie entsorgen, doch egal wie er es anstellt, die Entstehung dessen ist bereits unmoralisch(wer mir nicht glaubt, soll 20 Menschen aus seinem Bekanntenkreis fragen, ob die Produktion von Atommüll moralisch ist).

Hier kommt wiederrum ökologisches Handeln ins Spiel. Das Unternehmen kann den Müll in den Ozean kippen – das ist billig und folglich ebenfalls bereichernd. Oder er kann einen Haufen Kohle für einen Endlager, tief im Berggestein eingeschlossen, ausgeben um den Müll dort zu lagern. Das ist verdammt teuer und folglich weniger bereichernd. In jedem Fall übernimmt das Unternehmen die Verantwortung für sein Handeln, ob direkt, oder indirekt und das ist eine Frage der Ökologie, nicht die der Moral.

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  • Das kann ich schon ein bisschen besser nachvollziehen als deine Aussagen in dem anderen Artikel. Freut mich auf jeden Fall, dass ich das Schreiben eines Artikels anstoßen konnte 🙂

    Noch jemand eine Meinung?
    .-= stbn´s last blog ..Logbuch: NdiwzwwieTKh #0004 =-.

  • Du bist cool stbn =) Und mich freut es, dass ich meine Gedanken an dich so vermitteln konnte, dass du sie nachvollziehen konntest!

    Also ich schließ mich an. Hat noch jemand was zu sagen, oder sind alle einverstanden?

  • a.ko

    bin genau der gleichen meinung!

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