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Verbales Endstadium der Banalität

Bevor ihr den Artikel lest eine kurze Vorstellung meinerseits:

Ich bin Daniel, aka Gorby und seit Neustem ein Autor auf Men´s Finest. Ich bin auf dem Weg mein Fachabitur zu vollenden und danach studieren zu gehen. Doch bis dahin dauert es noch ein wenig…doch genug der Worte im vorraus – mein erster Artikel handelt von den heutigen Medien, um es sehr grob zu formulieren.

Durchaus kritisch angesiedelt und vielleicht nicht das beste Thema um einzusteigen und doch drängt mich dies zum Handeln. Aber les es doch einfach selbst:

Seit längerer Zeit regt es mich auf wie die Medien die Leichtgläubigkeit der Menschen ausnutzen. Oder sollte man es „dumme Fische Ködern“ nennen? (Nichts gegen dich persönlich)

(Non-)Verbales Endstadium der Banalität, jeden Tag frisch auf den Frühstückstisch:

Stell dir vor du wohnst auf dem Land, in einem kleineren Dorf oder Stadt und du gehst Sonntags Brötchen beim Bäcker holen. Welche Zeitung wird dort wohl am zumeist am Tresen ausliegen? Die Süddeutsche? Frankfurter Allgemeine, oder doch die TAZ?

Exakt – die BILD – vom ja doch so bekannten Axel Springer Verlag. Es gibt kaum ein besseres Beispiel, welches ich als Einstieg aufzählen könnte.

Von der „Mitten-in-dein-Gesicht“-Schlagzeile die in 90% der Fälle Ausrufezeichen enthält (so auch in der mir vorliegenden Ausgabe vom 21.Mai.2010) bis hin zu dem „Was denken Prominente über dies und jenes“ auf der Rückseite (Offizielle Bezeichung: „Worüber Hollywood redet“ oder „Hollywood – News“) recherchieren die Autoren der BILD wirklich gut. Besonders daran zu erkennen dass das Alter der Protagonisten in Klammern dahinter steht. Sollte sich der Leser also fragen: „Hä, wie alt ist Obama?“ bekommt er die Antwort hübsch serviert (48).

Ein weiterer literarischer Leckerbissen der unbedingt in eine unabhängige und überparteiliche Zeitung gehört ist „Bei der Geburt getrennt…?“. Außer, dass die normalen Groß- und Kleinschreibregeln der deutschen Grammatik in den meisten Titeln der BILD nicht gelten, finden wir auch hier wieder äußerst gewiefte und witzige Namensspielchen und Stilmittel der deutschen Sprache. So wird aus Carla Bruni (41), Carla Obskuri.

Auch ist es nicht Sebastian Vettel, der für uns Deutsche Siege eingefahren hat sondern „unser Bubi-Schumi“ ( zu der Zeit als Michael noch nicht aktiv war).

Mit einer Auflage von ca. 3 Mio. (wie die BILD Millionen abkürzen würde) hat diese einen hohen Einfluss auf die Bevölkerung. Verantwortungsbewusstsein oder Informationen objektiv und zu einem Teil subjektiv, also differenziert dem Leser etwas  zu vermitteln, spielt da eine untergeordnete Rolle.

Laut Wikipedia (ja ich schimpfe mich grade über die Medien aus und nenne als Quelle Wiki, dazu aber gleich mehr) ist die Zielgruppe der Bild die breite Konsumbevölkerung. Vorzugsweise männliche Hauptschüler die als Facharbeiter arbeiten (s. Wikipedia). Nichts gegen irgendeinen persönlich von ihnen. Ich muss selbst im Rahmen eines schulischen Praktikums in der Montage einer großen Firma arbeiten – und da liegt überall die BILD rum, also wirklich überall…

Doch genug der literarischen Samenergüsse der BILD „Zeitung“. Naja…Zeitung, offiziell schon – aber irgendwie… Egal, gleich zu den Medien, die über den Fernseher ausgestrahlt werden.

Wenn ich ehrlich bin habe ich seit mehreren Jahren im deutschen TV nichts „Gutes“ mehr gesehen. Mal abgesehen von den „BLOCKBUSTERN!“, die einem ab und zu den Samstagabend verschönern, wenn wirklich nichts los ist.

Jedoch sind diese nur zu empfehlen, wenn es keine Eigenproduktion ist (Achtung: Nun geht die Welt jeden Samstag zwischen 20:15 Uhr und 22:00 Uhr unter), oder sonstiger Schotter mit Verschwörungstheorien und Kometeneinschlägen. Natürlich hat jeder seinen eigenen Geschmack was Verfilmunggen, Musik und Kultur angeht doch wer möchte jeden Samstag sehen, wie die Welt auf eine andere Art und Weise untergeht?

Das ist doch das Recht das sich unsere Vorfahren erkämpft haben. Eine eigene, nicht vorgeschriebene Meinung zu haben. Nicht das glauben zu müssen, was die Regierung sagt, oder der Arbeitgeber.

Aber anscheinend geben wir gerade dieses Recht wieder ab und verfallen den propagandistischen Mitteln des TV und der Panikmache der Zeitungen.

Nur um nochmal kurz einen interessanten Sachverhalt an zuschneiden. Woher denkst du eigentlich bekommen die Privaten („Nachrichten-„)Sender wie N24 oder N-TV ihre Dokumentationen?

Wer produziert die ganzen Dokumentationen und Reportagen die immer nachts laufen, damit auch jeder Bürger – egal wann seine Arbeitszeiten angesiedelt sind – diese ansehen kann? Genau, entweder der Sender gibt diese in Auftrag, oder er kauft sie auf dem internationalen Markt ein.

Und so fragt sich der wirtschaftlich agierende Produzent:

„Sollte ich lieber Umweltschützer beauftragen einen Beitrag über Atomkraft zu produzieren, welche dies auf Anfrage machen (also nur Produzieren wenn es gewünscht ist) oder einfach eine Firma wie E.ON, welche sicher schon einige Filme zu ihren Anlagen gemacht hat und sogar das Ganze noch billiger für mich anbietet?“

Die Entscheidung fällt hier wohl klar. Mag sein das nicht jeder Producer – wie es so schön im mit Anglizismen übersätem Deutsch heißt – so denkt oder das die Umweltgruppen wie Greenpeace wirklich Beiträge zu solchen Themen haben die sendefähiges Material enthalten. Doch das ist nunmal meine Meinung und die Tatsache das die Dokumentationen wirklich eher Atomkraft als etwas viel Positiveres als Negativeres darstellen unterstützt in gewissen Maßstäben meine Vermutung. Aber jeder sollte sich selbst davon ein Bild machen.

Eine letzte Ergänzung: als Quelle im obigen Abschnitt Wikipedia anzugeben finde ich in diesem Falle legitim. Als Quelle für Referate und der ähnlichen oder generell etwas Seriöserem würde ich Wiki nicht zu Rate ziehen. Doch um kurz etwas nachzuschlagen welches nicht von großer Reichweite ist, reicht dies meiner Meinung nach (und der meines Professors in der Schule von dem ich diesen Ratschlag bekam) aus.

Abschließend lässt sich zusammenfassen: Glaubt nicht alles, seit skeptisch und wachsam. Und betrachtet auch die andere Seite der Münze.

Und falls ihr nicht den Unterschied zwischen seid und seit kennt schreibt einfach seidt und jeder denkt ihr hättet euch vertippt 😉

Ich hoffe euch hat dieser lange Artikel gefallen, lasst mich über die Kommentare wissen was ihr denkt und ob ich in nächste Zeit mich kürzer fassen sollte. Ich muss zugeben das ist länger als ich dachte, und ich werde mich in nächster Zeit kürzer halten.

Bis dahin – rein gehaun!

Gorby

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Hi Leute, ich bin Daniel aka Gorby und neuerdings hier Autor ;)

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