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Leben.Streben.Unterwasserrugby. – Teil 1

Das erste Training Teil 1

Nachdem das Training rum war, GOTT SEI DANK, schlichen Torsten und Ich ganz langsam und ein wenig schüchtern in Richtung Sprunggrube. Dort tummelten sich allerhand Leute, große, kleine, dicke, dünne, jüngere und ältere. Ich weiß es noch wie heute, dass wir uns über die Ausrüstung und die merkwürdigen Mülleimer, wie wir sie damals bezeichneten wunderten, aber da wir schon mal da waren, wollten wir auch nicht mehr kneifen.

Und ein Abenteuer würde es wohl mit diesen komischen Vögeln, wie wir die Mannschaft damals bezeichneten, alle Mal werden. Also traten wir auf den vorhin erwähnten Stephan zu, er gleich mit vollkommen übertriebenen Elan, ja super, ihr seid da, wunderbar, hier, ich gebe euch die Ausrüstung und dann ab ins Wasser! Das erste Hindernis der neuen Sportart, eröffnete sich uns schon direkt danach. Wer schon mal Wasserball gesehen hat, kennt diese kappen die auf den Köpfen getragen werden und die Bändel mit denen man die Kappe unterm Kinn zusammenschnürte.

Ui, ganz schön schwer meinte ich lachend zu Torsten, dieser stellte sich auch nicht viel besser an. Nach geschätzten 10 Minuten hatten wir dann jedoch das Meisterwerk vollbracht. Damals hätte ich es auf eine Stufe mit der Mona Lisa oder dem Kölner Dom gestellt. Nun hieß es Schnorchel und Flossen noch an und ab ins kühle Nass. Kaum drin, stellten sich erstmal einige Spieler vor. Hey ich bin Nico, Tim, Lars, Peter und wie sie alle hießen.

Es kam ein älterer Spieler zu den anderen die sich eben vorgestellt hatten und meinte, aus denen wird doch nie und nimmer was, da ist ja selbst unser Thomas ein echter Star. Name Thomas, Herkunft unbekannt, noch..!

Da war er schon unser erster Dämpfer in Richtung Rugbygott. Wir hatten noch nicht einmal gelernt richtig abzutauchen und schon wurden wir als schlecht und hoffnungslos eingestuft. Am liebsten wäre ich direkt wieder aus dem Wasser. Als Nico, der mir gleich sympatisch war, meinte dass das Axel, der alte Trainer wäre, wurde die Situation nicht besser.

Als ehemaliger Trainer würde er wohl wissen was gut ist und wer Talent hat und wer nicht. Hierzu die erste Regel, ohne die man oftmals im Leben nichts erreichen wird. Wenn du etwas willst egal ob jemand sagt das wird nie was, dann mach es! Du kannst bei sowas nur gewinnen. Gesagt getan. Nach ein Paar technischen Einweisungen und Ratschlägen von Stephan, wie z.B. nicht unbedingt gleich am Anfang ins Gerangel zu gehen, da das schmerzen könnte, ging es los.

Das Spiel

Hier wäre vielleicht eine gute Stelle, mal in Kurzform ohne den ganzen Regelapparat zu erklären, zu beschreiben wie das Spiel um das es hier primär geht eigentlich funktioniert.

Unterwasserrugby wird in 3,5-5 Metern Tiefe gespielt, d.h. meistens in den Sprunggruben von Bädern. Es gibt zwei Mannschaften, die einen tragen Weiße Ausrüstung und die anderen blaue. Im Wasser dürfen immer max. 6 Spieler von einer Mannschaft sein, allerdings kann man durch verlassen des Beckens seinen Wechselpartner von der Wechselbank ins Wasser schicken.

Diese Wechselart ist vergleichbar mit der im Eishockey. Die Tore stellen zwei, jeweils an den Stirnseiten am Grund aufgestellte Körbe, die aussehen wie Mülleimer. In diese gilt es einen mit Salzwassergefüllten Ball, etwas kleiner als ein Handball zu versenken.

Der Spieler , der den Ball hat darf angegriffen und gehalten werden. Durch die Beschaffenheit des Balls und der einfachen physikalischen Regel, dass Salzwasser schwerer als Wasser ist, lässt sich der Ball passen. Das faszinierende: Es ist der einzige Sport bei dem man Dreidimensional spielen kann. Dieser Fakt, macht das Spiel extrem Spannend und anspruchsvoll…

Fortsetzung folgt!

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