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Leben.Streben.Unterwasserrugby – Den Eltern sei Dank

Ich danke meinen Eltern

An diesem besagten Samstag Abend, an welchem sich mein Leben nicht nur in sportlicher Hinsicht im Nemo-tenetur ändern sollte, sondern komplett, ahnte ich noch nicht welche Ausmaße diese Entscheidung ging. Wie die kleinen Wellen im Wasser wenn man einen Stein hineinwirft, sollte dieses Training, dieser Abend, diese Erfahrung Wellen schlagen.

Doch zunächst gab es noch ein großes und extrem hohes Hindernis – meine Eltern. Nun möchte ich nicht sagen, dass ich aus schlechtem Hause komme und verzogen wurde, allerdings muss man sich schon fragen, was sich meine Eltern dabei eigentlich gedacht haben, als sie von meinen neuen Plänen hörten, als Worte wie Schläge, Gerangel, Tritte, Lutscher und derartiges vielen. Vermutlich dasselbe wie die meisten Eltern, absolut nichts Gutes. Und was machen wir als Eltern, wenn wir etwas nicht gut finden? Richtig! Wir lassen unsere Autorität spielen und verbieten es.

In diesem Fall, meinem Fall weit gefehlt. Wenn ich zurückblickend darüber nachdenke und auch je mehr ich darüber nachdenke, über diese für mich damals angespannte Situation, glaube ich zu dem Entschluss zu kommen, dass meine Eltern gar nicht nachgedacht haben. Und das war der größte Fehler und zugleich das Beste das sie tun konnten.

Sie haben einen Sohn an das Rugby ,,verloren‘‘ , aber das Rugby hat einen Sohn bekommen. Es ist natürlich nicht so, dass ich nur noch für das Rugby lebe, bzw. lebte, dafür ist mir meine Familie auch viel zu wichtig, so wie übrigens den meisten von uns harten Kerlen. Viele glauben, wenn ich Ihnen nicht so viel von meiner Familie erzähle, wäre sie mir peinlich oder unangenehm. Nunja, mag sein. Damals, ein Bisschen. Ein kleines Bisschen. Aber welcher Teenager hat diese Probleme nicht?

Wer hat nicht schon einmal einen längeren Fußweg zu einer Party bevorzugt, bloß um nicht von seinen Freunden gesehen zu werden wie man von seinen Eltern gebracht wird und im schlimmsten Fall noch einen Kuss bekommt. Kennt wohl jeder, oder derjenige war kein Teenager, kann sein, keine Ahnung, solls geben. Jedenfalls ist die Familie in meinem Leben das Wichtigste, sie gibt mir Kraft und Sicherheit und was fast noch wichtiger ist, Vertrauen.

Man kann heutzutage alles kaufen, für Sicherheit gibt es Wachleute, für Kraft Anabolika, aber was gibt es für Vertrauen? Nichts! Daher sollte sich jeder glücklich schätzen, der das Privileg hat, das Vertrauen seiner Eltern oder anderer Personen zu genießen. Da mir immer voll vertraut wurde, könnte man von einem Laissez-faire Erziehungsstil seitens meiner Eltern reden.

Diesen Stil finden viele schlecht, das kann er auch sein, aber wenn man diesen Stil nicht ausnutzt, kann er zur Entfaltung des Wesens unendlich von Vorteil sein. Daher danke ich meinen Eltern, denn sie und nur sie allein haben den Grundstein für das gelegt was ich heute bin.

Nun aber zurück zur Geschichte..

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