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Die Geburt einer Legende, oder die Hengstparade – Mustang, Camaro und Challenger

Musclecars – der Traum von vielen Männern, der Traum davon ein Teil der Legende zu sein, die von diesen Boliden geschaffen wurde. Doch wie fing alles an?

Die Bad Boys der amerikanischen Automobilindustrie sind immer noch im Rennen und das nach fast 50 Jahren. Wie auch zuvor werden sie immer noch vom Ford “Mustang” angeführt. Er war der erste, der 1964 auf die freien Straßen der USA losgelassen wurde. Die Reaktion von Chevrolet und Dodge kam mit “Camaro” und “Challenger” etwas später. Es ist immer noch nicht gelungen die drei Hengste völlig zu zähmen – in der Regel wurden sie nur noch wilder.

Mustang

Viel Chrom, lange Autos, Schwanzflossen als Symbole der Raumfahrt-Ära – die amerikanischen Highways waren Anfang der Sechziger mit automobilen Riesenmonstern besetzt, doch es kündigte sich langsam ein Umbruch an, der vom Import europäischer Kleinwagen, wie dem VW Beetle, gekennzeichnet war. Es schien so, als wären die Staaten für Kompaktautos endlich reif und der Erste, der das gespürt hat war Lee Iacocca, ein Manager bei Ford, der die Produktion des “Mustangs” in die Wege geleitet hat. Der “Mustang” hat den Markt schlichtweg gesprengt, nicht zuletzt, weil er verdammt gut aussah und eine strenge Opposition zu dem “Je-größer-desto-besser”-Stil darstellte.

Camaro

Der “Mustang” leitet die Entstehung eines neuen Automobilsegmentes ein – die Pony-Cars, wobei man sich vorstellen kann, woher die Bezeichnung “Pony” herkommt. Dies waren elegante, aber sportliche Wagen, die sich hauptsächlich an die jungen Kunden richteten. Diese Revolution machte Iacocca zu einem sehr einflussreichen Mann im Ford-Unternehmen – wohl zu einflussreich für Henry Ford II, denn dieser feuerte Iacocca 1978 mit der Begründung: “Ich mag den Kerl einfach nicht”. Iacocca wurde daraufhin von Chrysler mit offenen Armen empfangen und hat die “Detroiter-Nummer-Drei” in kürzester Zeit saniert und wieder auf Kurs gebracht.

Der “Mustang” hingegen provozierte ein Kreuzfeuer: General Motors gebärt 1967 den “Camaro”, drei Jahre später folgt Chrysler mit dem Dodge “Challenger”. Beide sind nach dem Muster des “Mustangs” gestaltet: Attraktives Äußeres, einfache Technik und so viel Power, wie man sich nur wünschen kann.

Challenger

Ein weiteres Geheimnis des Erfolgs lag in der Individualisierung der Autos. Dem Kunden wurden zum ersten Mal in der Geschichte der Automobilindustrie so viele Optionen bei der Ausstattung geboten. 1967 hat die Yale University berechnet, dass alleine der Chevy mit seinen 46 Modellen, 32 Motoren, 20 Getrieben, 30 Farbvariationen und über 400 Einzeloptionen eine Anzahl an Kombinationen geboten hat, die die Anzahl der Atome im Universum überstiegen hat. Je nach Kombination konnte man einen bequemen Kreuzer für seine Frau erstellen, einen Straßenboliden, oder ein wildes Tier, das fast schon die Gesetze der Physik bricht. Das war auch gut so und die Industrie boomte, bis man in die erste Ölkrise rannte…aber das ist eine andere Geschichte.

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