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Poker – immer noch reine Männerwelt?

Die Welt des bekanntesten und spannendsten Kartenspiels ist immer noch stark von Männern dominiert. Doch es heißt nicht, dass  Jägerinnen darin keinen Platz finden.

Am Dienstag war es leider soweit. Sandra Naujoks ist beim Masters Finale in Dortmund ausgeschieden. In letzter Zeit lief es für sie nicht überragend gut und noch Anfang Februar wurden hoffnungsvolle Stimmen laut, es könnte ihr großer Comeback sein. Die Zuversicht – was nicht ist, kann und wird auf jeden Fall noch werden. Doch wer ist diese Frau eigentlich?

Es herrscht die Zeit, in der immer wieder das Thema “Gleichstellung der Geschlechter” aufkommt. Politiker zumindest scheinen, bis auf die große Eurokrise stark damit beschäftigt zu sein endgültig die gesellschaftlichen und beruflichen Differenzen zwischen Männern und Frauen auslöschen zu wollen. Doch die Gesellschaft macht ihre eigenen Regeln.

Denken wir zum Beispiel an Poker – ein Kartenspiel, um das sich das meiste Geld und die größten Mythen drehen. Eine ganz klare Männerdomäne, in der Frauen schwer Platz finden, würden wohl die meisten sagen, wenn sie danach gefragt werden.

Doch Sandra Naujoks ist DIE deutsche Frau, die sich in dieser Welt mehr als durchgesetzt hat. Den Künstlernamen “Black Mamba” trägt sie nicht umsonst, denn es wäre fast schon eine Beleidigung sie bloß als erfolgreiche Pokerspielerin zu bezeichnen. Wie man dem Link entnehmen kann ist sie eine von 3 Frauen, die die “European Poker Tour” jemals gewonnen haben und Sandra ist dabei die einzige Deutsche. Das ist eine Leistung, mit der sie sich in der Welt des Pokers stahlharten Respekt verdiente und ihren Künstlernamen zu einer Waffe, die Selbstbewusstsein etlicher Spieler angreift, machte.

Wie hat sie es denn nur geschafft? Ganz simpel und gleichsam schwer – Übung macht den Meister ist nach, wie vor das Motto. Von Onlinepoker hält sie mittlerweile nicht mehr viel, doch sagt in Interviews selbst, dass es die beste Methode ist, um in die Welt des Pokers einzusteigen. Wer kein Gefühl für Wahrscheinlichkeiten entwickelt hat, dem fehlt eine zentrale Komponente, um ein wirklich erfolgreicher Spieler zu werden. Doch wenn man erst einmal online einigermaßen gut geworden ist, dann kommt man eben nicht drum herum sich an einen Tisch mit realen Personen zu setzen. Gott sei Dank gibt es genügend Möglichkeiten dazu. Ab diesem Zeitpunkt wird es fast schon banal und doch ist es eine Weisheit, die für sehr viele Lebensbereiche, wie auch für Poker gilt – je mehr Praxis, desto größer die Erfolge.

Sandra spielt dabei seit Jahren bis zu 12 Stunden täglich und genau diese Hingabe hat sie auf den Olymp dieses Spiels katapultiert. Was sie über ihren Weg sagt? Zitat:

“Gerade am Anfang war es schwer. Zuerst wirst du belächelt, dann wirst du bekämpft und irgendwann auch respektiert. Und ich habe durch Erfolge gezeigt, dass man mich als Spielerin auf keinen Fall unterschätzen sollte”

Sandra ist ein Vorbild, nicht nur für Pokerspieler. Wir wünschen ihr auch weiterhin große Erfolge und hoffen ihr Spiel auch weiterhin weltweit an Pokertischen verfolgen zu können!

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